Stadtgespräch

Gillian White: Die Frau, die Stahl zum Tanzen brachte

Ihre monumentalen Stahlskulpturen stehen mitten in Lenzburg und Aarau. Doch Gillian White hinterliess auch zahlreiche filigrane Werke, die weniger bekannt sind. Am Donnerstag lädt das Museum Burghalde in Lenzburg zu einem Prosecco-Gesprächsabend über das Vermächtnis der 2026 verstorbenen Künstlerin ein. Mit dabei ist auch ihre Tochter.

Wer durch Lenzburg spaziert, begegnet ihrer Kunst auf dem Gertrud-Villiger-Platz: Dort steht das «Karussell» von Gillian White aus dem Jahr 2006. Auch in Aarau hat die Künstlerin Spuren hinterlassen. Im Rathausgarten stehen ihre Stahlskulptur «Die Tanzenden» und das gemeinsam mit ihrem Ehemann Albert Siegenthaler geschaffene «Südtor (Paradise Lost)». Die gebürtige Engländerin Gillian White wurde insbesondere für ihre monumentalen Stahlskulpturen bekannt. Doch ihr Schaffen umfasst auch kleinformatige Arbeiten, Malereien und Zeichnungen. Diesen weniger bekannten Seiten ihres Werks widmet sich die Ausstellung «Gillian White: Wolken» im Ikonenmuseum Lenzburg. Sie ist noch bis zum 1. November zu sehen. Diesen Donnerstagabend steht das Vermächtnis der Künstlerin im Mittelpunkt eines Prosecco-Gesprächs. Ihre Tochter Johanna Siegenthaler, zugleich Co-Kuratorin der Ausstellung, erzählt von ihrer Auseinandersetzung mit dem Nachlass ihrer Eltern, dem Künstlerpaar Gillian White und Albert Siegenthaler. Am Gespräch beteiligen sich auch Museumsdirektor Marc Philip Seidel und Werner Christen von der Kulturkommission Lenzburg. Eine der letzten Gelegenheiten, sich mit Leben und Werk dieser Künstlerin auseinaderzusetzen. Nicht verpassen!

www.museumburghalde.ch

Donnerstasg, 15. Oktober 2026, 18.15 Uhr, Burghaldenhaus, Festsaal: Prosecco: Gesprächsabend zu Gillian White